Was sind strukturierte Daten?
Strukturierte Daten sind Informationen, die nach einem klar definierten Schema organisiert sind. Das bedeutet, dass sich die einzelnen Datenelemente an den vorgesehenen Stellen befinden - zum Beispiel in bestimmten Feldern oder Tags -, so dass Computer sie automatisch finden und interpretieren können, ohne den Kontext erraten zu müssen.
Beispiele für strukturierte Daten
- XML-Dateienwie z. B. die elektronische Rechnung KSeF. Das Finanzministerium weist eindeutig darauf hin, dass "PDF, JPG ≠ e-Invoice, e-Invoice = XML". Eine strukturierte Rechnung ist eine über KSeF ausgestellte Rechnung mit einer zugewiesenen Nummer, die diese Rechnung im System identifiziert. Die Definition einer strukturierten Rechnung wurde für die Zwecke des Mehrwertsteuergesetzes eingeführt.
- Elektronische Formularein denen Daten in bestimmte Felder eingegeben werden (z. B. Name, Adresse).
- Tabellarische Dateien (CSV, XLS/XLSX), bei denen die Informationen in Zeilen und Spalten angeordnet sind.
Aufgrund ihrer Struktur sind solche Daten ideal für die automatische Verarbeitung. Computersysteme importieren sie problemlos in Datenbanken, prüfen ihre Korrektheit und verwenden die Informationen, um z. B. Berichte oder Bescheinigungen zu erstellen. Ein typisches Beispiel sind amtliche Formulare oder elektronische Rechnungen, die von Systemen der öffentlichen Verwaltung massenhaft verarbeitet werden können.
Unstrukturierte Daten - was ist das?
Unstrukturierte Daten haben kein festes Schema. Es handelt sich einfach um Texte, Bilder oder Scans, die in erster Linie von Menschen gelesen werden sollen. Ein Computer kann nicht automatisch detaillierte Informationen aus ihnen extrahieren, da ihnen Metadaten fehlen, die die Struktur des Inhalts definieren.
Beispiele für unstrukturierte Daten
- PDF-Dokumentewie z. B. gescannte Briefe oder herkömmliche Verträge.
- DOCX- oder ODT-Textdateienbei denen der Inhalt fortlaufend ist und keine separaten Informationsfelder vorhanden sind.
- Bilder oder Scans die als JPG, PNG oder PDF gespeichert sind und nur Grafiken enthalten.
Diese Dokumente sind für Menschen leicht lesbar, erfordern aber eine zusätzliche Verarbeitung, um verwertbare Daten für Computer zu extrahieren.
Wie wähle ich das Format für meine elektronische Signatur?
Die Unterscheidung zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten ist wichtig für die Wahl des Formats der elektronischen Signatur.
XAdES-Signatur - für strukturierte Daten
XAdES (XML Advanced Electronic Signature) ist die optimale Lösung für XML-Dokumente wie e-Rechnungen, amtliche Formulare (z.B. Steuererklärungen oder Anträge an die ZUS). Diese Signatur greift nicht in die Struktur des Dokuments ein, so dass die Datenintegrität erhalten bleibt. Sie kann innerhalb der XML-Datei oder separat (als externe .xades- oder .xml-Datei) gespeichert werden.
Mit XAdES kann das signierte Dokument automatisch in das Computersystem geladen werden, was die weitere Bearbeitung erleichtert und beschleunigt.
PAdES- und CAdES-Signatur - für unstrukturierte Daten
- PAdES (PDF Advanced Electronic Signature) ist ideal für PDF-Dokumente. Die Unterschrift wird direkt in die PDF-Datei integriert, so dass der Empfänger ein bequemes Dokument zur Überprüfung erhält. Darüber hinaus ist eine grafische Visualisierung der Unterschrift möglich, was die Lesbarkeit und Intuitivität der Dokumente verbessert.
- CAdES (CMS Advanced Electronic Signature) kann verwendet werden, um praktisch jede Datei (Word, Bild, ZIP) zu signieren. Es erstellt eine separate Signaturdatei (normalerweise .p7s), die an das Originaldokument angehängt wird. Es ist besonders nützlich, wenn Sie das Dokument nicht in PDF konvertieren können oder wollen. Beachten Sie, dass dieses Format das älteste Signaturformat ist, das von der klassischen kryptografischen Signaturtechnologie abgeleitet ist, die seit vielen Jahren verwendet wird. Mehr über die Grenzen dieses Formats erfahren Sie hier (Interne versus externe Signaturen - Unterschiede, Formate und Anwendungen (Teil 2)
In der Praxis ...
...WAS SOLL ICH WÄHLEN?
- Strukturierte Daten (z. B. XML) werden am besten mit dem Format XAdES.
- Unstrukturierte Daten (z. B. PDF, DOCX, Scans) - Format PAdES (für PDF) oder CAdES (für andere Dateitypen).
Die Wahl des richtigen elektronischen Signaturformats für die jeweilige Art von Daten bietet Komfort, Dokumentenintegrität und Effizienz für die weitere Verwendung durch Menschen und Computersysteme.
Unabhängig von der gewählten Methode garantieren jedoch beide Arten von Signaturen (SimplySign und Certum Mini) das gleiche Maß an Sicherheit und Rechtsgültigkeit, das sich aus einem qualifizierten Zertifikat ergibt.
Mit diesem Wissen können wir bewusst das Format und die Art der Unterschrift wählen, die für die jeweilige Situation am besten geeignet sind, um sowohl die Bequemlichkeit als auch die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
SimplySign und Certum Mini qualifizierte Signaturen
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